Blockade bei TKMS in Kiel: Aktivisten protestieren gegen Rüstungsproduktion
Seit den frühen Morgenstunden blockieren Aktivisten die Zufahrten von TKMS in Kiel. Die Polizei ist im Einsatz, Verkehrsbehinderungen in der Werftstraße.
Protest begann gegen 4:30 Uhr
Nach Angaben der Polizei begann die Aktion gegen 4:30 Uhr. Insgesamt beteiligten sich 16 Demonstrierende, die sich auf zwei Zufahrten zum Werftgelände verteilten.
Die Aktivisten errichteten sogenannte Tripods (dreibeinige Holzkonstruktionen) und ketteten sich unter anderem an Gegenständen wie Badewannen fest. Zusätzlich spannten sie Transparente auf und erschwerten so die Zufahrt zum Werftgelände erheblich. Die Versammlung war nach Polizeiangaben nicht angemeldet.
Wer steckt hinter der Aktion?
Laut einem eigenen Pressestatement handelt es sich um eine Aktion der Turbo Klima Kampf Gruppe Kiel (TKKG). Die Gruppe bezeichnet die heutige Protestaktion selbst als „Turbo-Klima-Marine-Sabotage (T-K-M-S)“ – ein offensichtliches Wortspiel mit dem Namen des Rüstungskonzerns.
Nach eigenen Angaben richtet sich der Protest gegen:
die Produktion von Kriegswaffen,
internationale Rüstungsexporte,
die zunehmende Militarisierung Deutschlands,
sowie Waffenlieferungen und Rüstungsgeschäfte mit verschiedenen Staaten.
TKMS: Produktion kaum beeinträchtigt
TKMS erklärte gegenüber Medien, dass die Blockade zwar die Logistik und Zufahrten beeinträchtigt habe, die eigentliche Produktion jedoch weitgehend weiterlaufen konnte.
Mitarbeitende mussten teilweise Umwege in Kauf nehmen oder konnten das Gelände zunächst nicht wie gewohnt erreichen.
Polizei im Einsatz
Die Polizei sicherte den Einsatz seit den frühen Morgenstunden. Auch die Wasserschutzpolizei war auf der Kieler Förde im Einsatz.
Bis zum Vormittag verlief die Aktion friedlich. Über mögliche Strafanzeigen oder weitere polizeiliche Maßnahmen lagen zunächst keine offiziellen Informationen vor. Eine eigene Pressemitteilung der Polizeidirektion Kiel wurde bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht veröffentlicht.
Quelle
Kieler Nachrichten
Polizeidirektion Kiel
Angaben der Protestgruppe (Pressestatement)
*Mit Hilfe von KI geschrieben