KVG-Streik in Kiel: Neuer Warnstreik am 21. September
In Kiel wird erneut gestreikt: ver.di ruft die Beschäftigten der KVG am 21. September 2026 zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Das müssen Fahrgäste wissen.
In Kiel steht der nächste Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr bevor. Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der KVG für Montag, 21. September, zu einem eintägigen Warnstreik auf. Für Fahrgäste dürfte es erneut zu erheblichen Ausfällen im Busverkehr kommen.
Nur wenige Tage nach dem zweitägigen Warnstreik Anfang September müssen sich Fahrgäste in Kiel erneut auf starke Einschränkungen einstellen. Ein neuer Streikaufruf von ver.di, der KielRadar vorliegt, sieht für Montag, den 21. September 2026, einen ganztägigen Warnstreik bei der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) vor.
Der Arbeitskampf soll mit Dienstbeginn starten und bis zum Dienstende aller Dienste dauern, die am Montag begonnen haben. Damit könnten auch Fahrten am späten Abend beziehungsweise in der Nacht betroffen sein.
Neben der KVG Kiel ruft ver.di auch Beschäftigte von Aktivbus Flensburg, Stadtwerke Lübeck Mobil und SWN-Verkehr zum Warnstreik auf.
Quelle: Ver.di
Streik soll den gesamten Arbeitstag dauern
Laut Streikaufruf sind Betriebsstreiks an den jeweiligen Betriebshöfen vorgesehen – vom Beginn bis zum Ende der Dienste. Für Kiel bedeutet das, dass sich Fahrgäste vorsorglich auf massive Einschränkungen und zahlreiche Ausfälle bei den KVG-Bussen einstellen sollten.
Welche Linien konkret fahren können oder ob es einen eingeschränkten Betrieb geben wird, steht derzeit noch nicht fest. In der aktuell veröffentlichten Meldungsübersicht der KVG ist bislang noch der vorherige Warnstreik vom 8. und 9. September als jüngste Streikmeldung aufgeführt.
Bei diesem vorherigen Arbeitskampf wurde die KVG ebenfalls von Betriebsbeginn bis Betriebsende bestreikt. Damals blieben auch die Servicezentrale im Umsteiger am Hauptbahnhof sowie der Servicepunkt in der Werftstraße geschlossen.
Darum wird erneut gestreikt
Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für die Nahverkehrsbetriebe in Schleswig-Holstein. ver.di fordert laut dem neuen Streikaufruf:
6,5 Prozent mehr Lohn
eine Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten
In den Tarifverhandlungen fordert die Gewerkschaft darüber hinaus eine jährliche Vorteilsregelung von 650 Euro für ver.di-Mitglieder. Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt insgesamt 4,4 Prozent mehr Gehalt über einen längeren Zeitraum angeboten. Eine Einigung wurde in der zweiten Verhandlungsrunde nicht erzielt.
Besonders auffällig ist der Zeitpunkt des neuen Warnstreiks: Die Tarifparteien wollen ihre Verhandlungen bereits einen Tag später, am Dienstag, 22. September, fortsetzen. Ein weiterer Termin ist für den 29. September vorgesehen.
Erst Anfang September standen viele Busse still
Bereits am 8. und 9. September hatte ver.di die Beschäftigten mehrerer kommunaler Verkehrsbetriebe zum Warnstreik aufgerufen. In Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster fielen dabei zahlreiche beziehungsweise weitgehend die kommunalen Busverbindungen aus. Rund 1.800 Beschäftigte waren nach Angaben aus dem Tarifkonflikt betroffen.
Für Fahrgäste empfiehlt es sich deshalb, für den 21. September frühzeitig nach Alternativen zu schauen. Beim vergangenen KVG-Streik waren unter anderem Autokraft, die Fördeschifffahrt der SFK sowie Regionalzüge im Kieler Stadtgebiet nicht von den KVG-Streikmaßnahmen betroffen. Ob dies beim neuen Warnstreik genauso gilt, sollten Fahrgäste kurz vor dem Streiktag noch einmal aktuell prüfen.
KielRadar aktualisiert den Artikel, sobald die KVG nähere Informationen zu möglichen Ausfällen oder einem Ersatzangebot veröffentlicht.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell aufbereitet. Grundlage sind der KielRadar vorliegende Streikaufruf von ver.di sowie öffentlich zugängliche Informationen der KVG und weitere Quellen.
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