Mettenhof: Polizei richtet Kontrollbereich ein

200 Delikte in sechs Monaten: Die Polizei richtet in Kiel-Mettenhof einen Kontrollbereich ein. Das bedeutet die Maßnahme für Anwohner.

Mettenhof: Polizei richtet Kontrollbereich ein

200 registrierte Körperverletzungs- und Eigentumsdelikte innerhalb von sechs Monaten: Die Polizei reagiert auf die Kriminalitätsentwicklung in Kiel-Mettenhof. Seit dem 22. Oktober 2026 gelten in Teilen des Stadtteils erweiterte Kontrollbefugnisse.

Gewalt, Drogen und Einbrüche

Die Polizeidirektion Kiel hat am Montag (2. November) bekannt gegeben, dass Teile Mettenhofs offiziell als Kontrollbereich eingestuft wurden. Hintergrund sind zahlreiche Straftaten, wiederkehrende Beschwerden aus der Bevölkerung und eine angespannte Sicherheitslage an bestimmten Orten.

Allein innerhalb der vergangenen sechs Monate erfasste die Polizei 69 einfache sowie 17 gefährliche oder schwere Körperverletzungen. Hinzu kamen 114 Eigentumsdelikte, darunter 16 Wohnungseinbrüche.

Auch Drogenhandel, Beschaffungskriminalität, Lärmbelästigungen und randalierende Gruppen beschäftigen die Einsatzkräfte. Besonders auffällig sind laut Polizei das Umfeld eines Jugendtreffs und der Kurt-Schumacher-Platz.

Steine aus Hochhaus und gefährliche Pyrotechnik

Wie ernst die Lage teilweise ist, zeigen mehrere Vorfälle. Im Juni wurde eine Polizeibeamtin verletzt, nachdem jemand einen Stein aus dem "Weißen Riesen" am Kurt-Schumacher-Platz auf einen Streifenwagen geworfen hatte.

Im August verletzte ein aus dem Hochhaus geworfener pyrotechnischer Gegenstand mehrere Jugendliche.

Auch am vergangenen Halloween-Wochenende kam es zu erheblichen Zwischenfällen. Jugendgruppen mit zeitweise bis zu 70 Personen beschäftigten die Polizei. Unter anderem wurden Molotowcocktails entzündet und Versuche unternommen, ausgeschüttetes Motoröl in Brand zu setzen.

Am Sonntagabend (1. November) musste die Polizei wegen weiterer Pyrotechnik und Ruhestörungen erneut eingreifen. Bei einem Jugendlichen wurde ein Polenböller sichergestellt.

Polizei darf jetzt auch ohne konkreten Verdacht kontrollieren

Mit der Einrichtung des Kontrollbereichs erhält die Polizei zusätzliche Befugnisse. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen dürfen Einsatzkräfte auch anlassunabhängig Personalien feststellen sowie Personen und mitgeführte Gegenstände durchsuchen.

Auch Platzverweise und Ingewahrsamnahmen sind bei Vorliegen der jeweiligen Voraussetzungen möglich.

Der Kontrollbereich wird durch die Narvikstraße und den Faluner Weg im Norden, den Russeer Weg und Mettenhofzubringer im Osten, die Hofholzallee und Kopenhagener Allee im Süden sowie Turkuring, Aarhusstraße und Jütlandring im Westen begrenzt.

Quelle: Polizeidirektion Kiel

Maßnahme soll Kriminalität dauerhaft reduzieren

Bereits in der Vergangenheit hatte die Polizei Teile Mettenhofs vorübergehend zum Kontrollbereich erklärt. Nach eigenen Angaben konnten verstärkte Kontrollen damals zur Eindämmung der Kriminalität beitragen.

Nun sollen die Maßnahmen erneut helfen, Straftaten zu verhindern, kriminelle Strukturen frühzeitig zu erkennen und das Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken.

Am 1. Mai 2027 soll die Einrichtung des Kontrollbereichs überprüft werden.

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Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage offizieller Quellen erstellt. KI dient KielRadar als Unterstützung bei der redaktionellen Aufbereitung der Inhalte.